Newsletter 1/2014

Auch diesmal gibt es den Newsletter der KjGay-Mailingliste mit leichter Verzögerung wieder im Blog. Wer direkt auf die Mailingliste möchte, schreibt an die.kjgay@googlemail.com.

„Das neue Jahr fühlt sich schon gar nicht mehr so neu an, im Gegenteil: Diskussionen, die wir eigentlich gesamtgesellschaftlich schon längst hinter uns gelassen hatten (oder zumindest hinter uns gelassen glaubten), haben den Jahreswechsel und die ersten Monate des Jahres begleitet. Wir haben die aus unserer Sicht interessantesten Links zu #idpet, Hitzlsperger und – last, but not least – zum Vatikan-Fragebogen zur Familienpastoral auf unserer (auch ohne Facebook-Zugang voll lesbaren) Facebookseite https://www.facebook.com/diekjgay gesammelt, und auch hier im Newsletter werden wir einige der Links nochmal zusammen bringen. Aber immer der Reihe nach:

Neues aus der KjGay:

  • KjGay-Wochenende I: Wir haben einen Termin für’s KjGay-Wochenende – vom 11.-13.7. sind wir an unserem traditionellen Tagungsort in Frankfurt/Main, lassen uns die Sonne auf die Bäuche scheinen, schauen zurück auf das letzte Arbeitsjahr und planen das nächste Jahr. Es gibt Zeit für einen spannenden Input (hier sind wir noch für Vorschläge offen), und all das, was man als hart arbeitende Homolobby halt so macht. Wie immer gilt: Offen für alle, die Interesse an unserer Arbeit haben, ungeachtet der eigenen sexuellen Orientierung! Anmeldung per Mail an die.kjgay@gmail.com
  • Katholikentag: Wie im letzten Newsletter angekündigt: Wir werden auf dem Katholikentag in Regensburg sein. Jetzt schon in den Kalender schreiben solltet ihr euch die Podiumsdiskussion „Liebe, die Leiden schafft. Jugend – Kirche – Sexualität: Wir suchen Brücken“ am 30. Mai, 16.30 bis 18.00 Uhr in der Turnhalle des Goethe-Gymnasiums in der Goethestr. 1, Regensburg. Für uns wird Nils Rusche auf dem Podium sitzen.
  • KjGay-Wochenende II: Wie, du hast dich immer noch nicht für’s KjGay-Wochenende angemeldet? Na gut, hier gibt’s noch einen Grund, warum du das tun solltest: Das ist die einzige Möglichkeit, an die exklusiven KjGay-Tassen mit dem schicken neuen Logo zu kommen.
 kjgaytasse

Neues aus der KjG

  • #idpet I: Da sag noch jemand, die katholische Jugend wäre nicht politisch: In Baden-Württemberg polarisiert der neue Bildungsplanentwurf der grün-roten Landesregierung. Kritiker*innen befürchten, dass ihre Kinder nachhaltigen Schaden nehmen könnten, wenn andere Orientierungen neben der Heterosexualität unterrichtet werden und Sexualität und Partnerschaft nicht nur im Biologie-Unterricht vorkommen. Naja. Wir freuen uns jedenfalls darüber, dass die Diözesanverbände der KjG und des BDKJ in Freiburg und Rottenburg-Stuttgart (die gemeinsam das gesamte Bundesland Baden-Württemberg abdecken) sich klar pro Bildungsplan positioniert haben. Mehr Infos gibt es hier im Blog in diesem und diesem Artikel.

Neues aus der Kirche

  • Familienpastoral I: Es gab da eine Debatte zum Thema „Familienpastoral“, angestoßen durch einen Fragebogen des Vatikans zur Vorbereitung der III. außerordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode. Darin ging es neben anderen strittigen Themen wie dem Umgang mit Wiederverheirateten auch um die Frage der gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Wir haben uns dazu auch sehr ausführlich geäußert. Nachlesen könnt ihr das hier.
  • Familienpastoral II: Der BDKJ hat sich anlässlich des Fragebogens auch nochmal umgehört und überraschend viele Rückmeldungen erhalten. Alle Informationen dazu findet ihr beim BDKJ Bundesverband.
  • Familienpastoral III: Und der lieben Vollständigkeit halber: Was die Deutsche Bischofskonferenz nach Rom geschickt hat, findet ihr hier. Wem das zuviel ist, findet vielleicht in folgendem Zitat aus dem Dokument auch schon alle Antworten:
    „Die kirchlichen Aussagen zu vorehelichem Geschlechtsverkehr, zur Homosexualität, zu wiederverheirateten Geschiedenen und zur Geburtenregelung finden hingegen kaum Akzeptanz oder werden überwiegend explizit abgelehnt.“

    In der Tat.

Neues aus Politik&Gesellschaft

  • #idpet II: Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (übrigens auch Mitglied des ZDK) wird von der ZEIT interviewt und stellt fest: „Der Staat macht keinen schwul.“ Dass man das 2014 überhaupt noch erklären muss, ist ziemlich traurig. Dass Homosexualität auch hier wieder mal vor allem als männliche Homosexualität vorkommt, leider auch.
  • #idpet III: Anderes Land, ähnlicher Unfug: In Frankreich wird nicht nur in schöner Regelmäßigkeit gegen die gleichgeschlechtliche Ehe demonstriert, sondern auch gegen die Nutzung des Genderbegriffs in der Schule. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen. Die Story findet sich bei Telepolis.
  • So what? I: Hitzlsperger, Matussek und die taz: Es fing so schön an: Mit Thomas Hitzlsperger outete sich der bislang prominenteste Fußballspieler als homosexuell, die Resonanz war überwältigend positiv, und man konnte davon träumen, dass es eines Tages auch einfach egal ist, in wen ein Spieler oder eine Spielerin sich so verliebt. Man konnte sich auch darüber ärgern, dass die schon Jahre vorher stattgefundenen Outings einiger Fußballweltmeisterinnen der DFB-Mannschaft medial deutlich weniger Echo erzeugten. Wenige Wochen später dreht der Diskurs jedoch, und auf einmal dreht Matthias Matussek mit einem steinzeitlichen Beitrag in der WELT das Rad ein paar Jahrzehnte zurück, und so manche Kommentarspalten springen auf den Zug auf. Der Reptilienfonds-Blog der taz veröffentlicht daraufhin den bislang brillantesten Beitrag zur Debatte. Wer es weniger satirisch mag, findet ebenfalls lesenswerte Reaktionen von Lucas Wiegelmann, Stefan Anker und Claudia Roth.
  • So what? II: In den USA hat sich übrigens jetzt zum ersten Mal ein angehender American-Football-Profi geoutet. Auf YouTube gibt es den passenden Video-Kommentar zum Thema Doppelmoral im Profisport von Dale Hansen.
  • So what? III: Die Schauspielerin Ellen Page, bekannt u.a. aus dem Film Juno, hat sich auf einer Versammlung der Human Rights Coalition, geoutet. Und ihre Rede hat uns die Tränen in die Augen getrieben. (Sorry, dass das jetzt sonach dem üblichen Link-Baiting von Upworthy, BuzzFeed und ähnlichen Seiten klingt.)
  • Homoheilung: Der Arzt Christian Jessen will sich von seiner Homosexualität heilen lassen. Also, eigentlich nicht. Das Ganze ist der Plot für eine Fernsehsendung, die durchaus interessant werden könnte. Der SPIEGEL hat mehr Infos.
  • KjGay-Wochenende III: Weil es schon so lange her ist: 11.-13.7., Frankfurt/Main, Anmeldung die.kjgay@gmail.com :-)“
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